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21.05.2013

8. Studentenworkshop des DNK

"Neue Ideen für das Quartier Alter Bahnhof"

8. - 14. September 2013 in Bochum-Langendreer

Der Stadtteil Langendreer
Der Bochumer Stadtteil Langendreer im südöstlichen Ruhrgebiet blickt zurück auf eine lange und wechselvolle Geschichte. Aus einer kleinen Ansiedlung im 9. Jahrhundert entwickelte sich ein Dorf mit einem Rittersitz und einer Kirche, deren Ursprung im 12. Jahrhundert liegt. Die ländliche Prägung mit wenigen großen Höfen veränderte sich deutlich mit dem Beginn der industriellen Kohleförderung und der Errichtung eines großen Güterbahnhofs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Amt Langendreer wuchs stetig und bestand bald neben dem eigentlichen Dorf auch aus mehreren Ortsteilen. Im Jahr 1929 musste die Eigenständigkeit aufgegeben werden und es erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Bochum.

Der Ortsteil Alter Bahnhof wurde als urbane Stadterweiterung mit dem Dorf durch repräsentative Verwaltungsbauten einer „neuen Mitte“ des 19. Jahrhunderts verbunden. Das Quartier erlebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine Blüte als Einkaufsbereich mit aufwändigen Geschäftshäusern und Kirchen in historistischen Stilformen.

Stärken und Herausforderungen
Der Bereich Alter Bahnhof in Langendreer ist zwar bis heute eines der am besten erhaltenen wilhelminischen Stadtquartiere in Westfalen, aber er ist auch von Überformung, Leerstand und sozialen Problemen geprägt. Die neugotische Lutherkirche ist sanierungsbedürftig und entwidmet. Es bedarf eines sinnvollen Konzeptes zur Nutzung und Revitalisierung des Quartiers. Hier bieten sich große Chancen, einen bemerkenswerten Stadtteil der großen Ruhrgebietsstadt Bochum weiter zu entwickeln.

Themenschwerpunkte

  • Denkmalpflege im städtebaulichen Kontext
  • Nutzungskonzepte für das prägende und unverzichtbare Kirchengebäude
  • Profilstärkung des Stadtteils

Lernziele und Methoden

  • Erkennen, Beschreiben und Begründen von denkmalwerten Bauten und schützenswerten Stadtstrukturen
  • Entwicklung von Leitideen und Konzepten (visualisiert und textlich)
  • Recherchen zur Bau- und Planungsgeschichte sowie zu sozialen Aspekten
  • Erstellung von Bestandsaufnahmen und Analysen des Stadtteils
  • Erlernen denkmalpflegerischer Methoden und Handlungsmöglichkeiten
  • Erarbeitung von Handlungsansätzen

Der Workshop findet vor Ort in Bochum-Langendreer statt. Unterkunft, Verpflegung und Arbeitsräume werden zur Verfügung gestellt. Betreut wird der 8. Studentenworkshop des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz
durch die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen und die Fachhochschule Dortmund, Lehrstuhl Bau-, Technik und Stadtbaugeschichte, mit Unterstützung der Stadt Bochum.

Bewerben können sich Studierende, die Interesse an Fragen der Denkmalpflege haben und eine Woche miteinander in betreuten Kleingruppen interdisziplinär und praxisbezogen arbeiten möchten. Der Workshop richtet sich vorwiegend an Studierende der Fächer Archäologie, Architektur, Denkmalpflege, Geschichte, Kunstgeschichte sowie Stadt- und Landschaftsplanung. Wegen der besonderen Fragestellungen in Langendreer werden aber ausdrücklich auch Studierende der Soziologie und Immobilienwirtschaft angesprochen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Eine Kostenbeteiligung in Höhe von 100 Euro ist zu erbringen.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit einem kurzen Motivationsschreiben und einem Lebenslauf an:
Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz,
Graurheindorfer Straße 198, 53117 Bonn
Caecilie.Flossdorf@bkm.bund.de

Bewerbungsschluss: 31.05.2013

Flyer zum Workshop 

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