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27.01.2012

Tagung: Zerstörte Städte - Offene Räume

Zerstörte Städte - Offene Räume. Baulücke und Schandfleck oder Erinnerungs- und Kreativitätsraum?

Der ganztägige Workshop findet am Samstag, 4. Februar 2012, Beginn 11.00 Uhr, im Auditorium des Emil Schumacher Museums statt. Der Einlass beginnt ab 10:15 Uhr.

Veranstalter:
Technische Universität Dortmund; Emil Schumacher Museum Hagen; Henry van de Velde-Gesellschaft e.V.
Ort: Hagen, Auditorium des Emil Schumacher Museums; Museumsplatz 1, 58095 Hagen

Ein Stadtbild entscheidet nicht nur über die Außenwahrnehmung der jeweiligen Stadt, sondern gleichermaßen über das Wohlbefinden ihrer Bewohner und Bewohnerinnen. Es verwundert daher nicht, dass die Fragen nach dem innerstädtischen Raum nicht nur aufgrund ihrer ökonomischen Relevanz im Zentrum politischer und sozialer Debatten stehen. In kaum einer anderen Zeit wurden die urbanen Kategorien des »Freiraums«, »Leerstands« oder des »offenen Raums« so kontrovers angegangen wie in unserer gegenwärtigen. Doch wer entscheidet darüber, wie eine Stadt zu ihrem Stadtbild kommt? Welche Häuser und – für das Ruhrgebiet noch relevanter – welche stillgelegten Fabriken, Kokereien und Zechen werden zum Denkmal erhoben und welche abgerissen? Welcher freie Raum und Platz darf bleiben oder entstehen, und welche (Bau-)Lücke wird geschlossen?

An diesen Kontroversen setzt der Workshop Zerstörte Städte – Offene Räume. Baulücke und Schandfleck oder Erinnerungs- und Kreativitätsraum? an, indem er nach den Möglichkeiten sowohl der letzten noch übrig gebliebenen als auch nach den neu entstandenen »Lücken« im Stadtbild fragt. Ist ein leerstehender Raum zwischen den Häuserblocks nur eine »Baulücke« oder sogar ein »Schandfleck« im Stadtbildgefüge, und muss er der Wirtschaftsökonomie wieder zugeführt werden? Oder verfügt nicht gerade der »offene Raum« über neu zu überdenkende Potentiale? Und wenn ja, wie könnte eine solche Nutzbarmachung aussehen? Können kreative Konzepte das Potential dieser Orte einerseits bewahren, andererseits neu definieren?

Das Projektteam des Masterstudiengangs Kulturanalyse und Kulturvermittlung an der Technischen Universität Dortmund unter der Leitung von Dr. Joanna Barck sowie der Lehrstuhl für Kunstgeschichte der TU Dortmund laden zusammen mit dem Emil Schumacher Museum und der Henry van de Velde-Gesellschaft e.V. ein, gemeinsam mit KulturwissenschaftlerInnen, Architekten und Kunstschaffenden in die Diskussion um die urbane Lücke einzusteigen. Der Workshop ist für alle Interessierten geöffnet.

Der Workshop ist dem Künstler Emil Schumacher aus Anlass seines 100. Geburtstages am 29. August 2012 gewidmet. Emil Schumacher wurde 1992 die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Dortmund verliehen.

Einlass: 10:15 Uhr Beginn: 11:00 Uhr

Programm:

Begrüßung: 11:00 Uhr
Rouven Lotz M.A. (Emil Schumacher Museum Hagen) / Prof. Dr. Barbara Welzel (TU Dortmund)

Künstlergespräch zu Fotoarbeiten: Roland Baege / Katrin Eßer / Elvira Neuendank

Block 1: 11:45 – 13:45 Uhr
Einführung und Moderation: Dr. Joanna Barck und Studierende des Masterstudiengangs »Kulturanalyse und Kulturvermittlung« (TU Dortmund)

Impulsvortrag: Dr. Marita Pfeiffer (Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, Dortmund): »Kokerei Hansa: Vom industriellen Ort zum Erinnerungs- und Kunstraum«

Pause mit Imbiss: 13:45 – 14:30 Uhr

Block 2: 14:30 – 16:30 Uhr
Impulsvortrag: Prof. Dr. Ulrich Exner (Universität Siegen): »Found and Lost«

Film (Ausschnitte): Creativity and The Capitalist City (Amsterdam 2011 / OmU) / Regie: Tino Buchholz

Impulsvortrag: Tino Buchholz: »Creativity and the Capitalist City - Über den subversiven Charme abweichender Raumaneignungen in westeuropäischen Städten (Amsterdam / Hamburg / Dortmund & Co)«

INFORMATIONEN
Idee: Prof. Dr. Barbara Welzel / Dr. Joanna Barck / Rouven Lotz M.A.

Leitung und Durchführung: Dr. Joanna Barck und das Projektteam
des Masterstudiengangs »Kulturanalyse und Kulturvermittlung«: Carmen Burchardt / Sabrina Burkert / Jennifer Graubener / Sarah Hilse / Ina Hindenberg / Andrea Klotz / Cindy Kramer / Elisabeth Krämer / Simone Müller / Lira Rogalski / Christin Ruppio / Alina Yunova -- Technische Universität Dortmund

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten.
Anmeldung: E-Mail
Kostenbeteiligung: 5,- € (bitte vor Ort entrichten)

Kontakt:
Joanna Barck, TU–Dortmund, Institut für Kunst und Materielle Kultur (Fakultät 16), Emil-Figge-Str.50, 44227 Dortmund

(Quelle: arthist.net)