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beim Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz

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03.09.2015

Workshop: Städte pflegen Denkmal planen

Mittwoch, 14.Oktober 2015
Donnerstag, 15. Oktober 2015, 9.30 - 17.00 Uhr
Salmen, Lange Straße 52, 77652 Offenburg

Das Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz und des Baden-Württembergischen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft laden im Rahmen Ihrer Veranstaltungsreihe Städte pflegen Denkmal planen in diesem in die Stadt Offenburg ein.

Kompaktheit, Gestaltvielfalt und Funktionalität sind herausragende Qualitäten der historischen Städte Europas. Sie gewinnen derzeit an Volumen: Wachsende Akzeptanz gegenüber jüngeren Objekten der Nachkriegsmoderne als gleichwertige Zeugnisse unserer Kulturgeschichte sorgt für Verjüngung des Denkmalbestandes. Neben den denkmalgeschützten Gebäuden und Bereichen wird auch der Bestand zunehmend als erhaltenswert eingestuft.

Die Stadtentwicklung reagiert mit einer stärkeren Verlagerung des Neubauschwerpunktes auf Bestandsentwicklung. Projekte mit Denkmalbestand werden immer stärker zu den entscheidenden Projekten der Stadtentwicklung, seien es Sanierungen, Nutzungstransformationen oder tiefgreifende bauliche Veränderungen. Der bauliche Bestand ist sowohl durch rasante Verdichtung in stark wachsenden Städten als auch durch Leerstand und Gefahr des Abbruches in Regionen der Stagnation und Strukturschwäche gefährdet. Denkmalpflege und Bestandsentwicklung werden in beiden Szenarien zu Schlüsselstrategien der Stadtentwicklung! Getragen von dieser These führt die AG Denkmalpflege, Stadtentwicklung, Umwelt des DNK ihre Workshopreihe „Städte pflegen – Denkmal planen“ in diesem Jahr gemeinsam mit dem Land Baden Württemberg in Offenburg durch. Am 14. und 15. Oktober 2015 treffen sich Akteure vor Ort mit den Mitgliedern der AG und Fachleuten aus dem Europäischen Ausland, um sich über Erfahrungen, Fragen und Ideen auszutauschen – auf Augenhöhe und lösungsorientiert! Vielerorts entsteht Diskussionsbedarf bei der Integration des Bestandes in aktuelle Planungsprozesse. Aktuelle Themen sind: Wie gelingt es, ein Werteverständnis für Gebäude zu entwickeln, die kein Denkmal sind, deren Verunstaltung oder gar Beseitigung jedoch den Verlust von Wesensmerkmalen der städtischen Umwelt bedeuten? Wie gehen wir mit dieser „besonders erhaltenswerten Bausubstanz“ um? Wie kompatibel ist der typische Nutzungsmix historischer Innenstädte angesichts veränderter Handelsformen und neuer Wohnformen infolge des demografischen Wandels? Und wie gelingt interne und externe Kommunikation zwischen Stadtplanung / Stadtentwicklung, Denkmalpflege und Partnern als transparenter, verständlicher, zielorientierter und wertevermittelnder Dialog?

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz lädt unter der Schirmherrschaft des Baden-Württembergischen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Stadtplanerinnen, Denkmalpfleger, Architektinnen, Wissenschaftler und sachberührte Bürger und Bürgerinnen aus Baden-Württemberg zum Austausch sowohl auf kommunaler als auch auf interdisziplinärer Ebene ein: Zuhören, Nachdenken, Anregen und vor allem: voneinander lernen – denn zu gleichen Zielen gibt es verschiedene Wege.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.

Anmeldungen bitte bis zum 05. Oktober 2015
per Fax (0228 99 681 - 38 02) oder per Email
(Caecilie.Flossdorf@bkm.bund.de) an das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz.

Flyer

Programm

14. Oktober 2015
16.00 – 18.00 Nachmittäglicher Stadtrundgang
18.00 – 22.00 Geselliges Beisammensein im Weingut Schloss Ortenberg
Am St. Andreas 1, 77799 Ortenberg

15. Oktober 2015

Tagungsort: Salmen, Lange Straße 52, 77652 Offenburg

Gesamtmoderation:
Nicola Halder-Hass
Vorsitzende der DNK AG Denkmalpflege, Stadtentwicklung, Umwelt / complan Kommunalberatung GmbH

09.30 – 10.00 Begrüßung

Edith Schreiner
Oberbürgermeisterin der Stadt Offenburg

Ministerialdirektor Guido Rebstock
Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

Dr. Uwe Koch
Leiter der Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz und der Projektvorbereitung Europäisches Jahr des kulturellen Erbes (ECHY) bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Referat K 25
 

10.00 – 10.15 Denkmalpflege ist Stadtentwicklung

Dr. Dagmar Tille
DNK AG Denkmalpflege, Stadtentwicklung, Umwelt / Leiterin der Stabsstelle Denkmalschutz und UNESCO-Welterbe, Oberste Denkmalschutzbehörde, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin, Vertreterin für den Kulturausschuss der Kultusministerkonferenz der Länder

10.15 – 12.15 Forum 1: Umgang mit besonders erhaltenswerter Bausubstanz

Moderation: Dr. Thomas Drachenberg
Stellvertretender Vorsitzender der DNK AG Denkmalpflege, Stadtentwicklung, Umwelt / Landeskonservator, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum

Anforderungen an die kommunale Praxis

Hathumar Drost
DNK AG Denkmalpflege, Stadtentwicklung, Umwelt / Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit

Erfassen – Erkennen – Erhalten. Historische Ortsanalysen in Baden-Württemberg

Dr. Martin Hahn
Hauptkonservator, stv. Referatsleiter, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart

Zum Umgang mit besonders erhaltenswerter Bausubstanz und stadtbildprägenden Ensembles in historischen Ortslagen Offenburgs

Daniel Ebneth
Leiter Fachbereich Stadtplanung und Baurecht, Stadt Offenburg

Reflexion und Dialog 
 

12.15 – 13.00 Mittagessen

13.00 – 14.30 Forum 2: Handel und Wohnen in der Innenstadt

Moderation: Arne Krohn
DNK AG Denkmalpflege, Stadtentwicklung, Umwelt / Baudezernent, Fontanestadt Neuruppin

Städtebauliche Integration von veränderten Handelsformen in historisch gewachsenen Innenstädten am Beispiel Offenburg

Oliver Martini
Erster Bürgermeister, Baudezernent

Handel und Wohnen im Regensburger Welterbe

Anton Sedlmeier
DNK AG Denkmalpflege, Stadtentwicklung, Umwelt / Leiter des Amtes für Stadtentwicklung der Stadt Regensburg

Reflexion und Dialog
 

14.30 – 15.00 Kaffeepause


15.00 – 16.00 Forum 3: Vermittlung von Denkmalwerten


Moderation: Nicola Halder-Hass

Instrumente und Grenzen der Vermittlung von Denkmalwerten in Baden-Württemberg

Beata Hertlein
Referatsleiterin, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart

Mein Haus ist ein Kulturdenkmal! – Wie gelingt eine positive Haltung des Eigentümers?

Andreas Clausen
Denkmalschutzbeauftragter der Stadt Offenburg

Umgang mit dem Denkmal in der kulturellen und ökonomischen Abwägung

Dr. Petra Beckers
DNK AG Denkmalpflege, Stadtentwicklung, Umwelt / Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege der Stadt Essen, Vertreterin des Deutschen Städtetages

Reflexion und Dialog
 

16.00 – 16.30 Ein europäischer Beitrag aus der Partnerstadt Strasbourg

Mit dem historischen Erbe die nachhaltige Stadt bauen

Eric Chenderowsky Ville et Eurométropole de Strasbourg, Leiter der Direction de l‘Urbanisme, de l‘Aménagement et de l’Habitat
 

16.30 – 17.00 Zusammenfassung und Ausblick

Hathumar Drost
 

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