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29.10.2018

Verleihung des Deutschen Preises für Denkmalschutz

Die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK), Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch, hat heute in Straßburg den Deutschen Preis für Denkmalschutz überreicht. Ausgezeichnet wurden elf Persönlichkeiten und fünf Vereine, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes verdient gemacht haben. Die feierliche Preisverleihung im Palais du Rhin fand unter der Überschrift „Europas Kulturerbe miteinander teilen – Europas Zukunft miteinander teilen“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Straßburg sowie dem Kulturministerium - Direktion für kulturelle Angelegenheiten Grand Est (DRAC) statt. Das Europäische Kulturerbejahr 2018 stand dabei besonders im Mittelpunkt.

Kulturministerin Münch hob in ihrer Rede das ehrenamtliche Engagement beim Denkmalschutz hervor: „Das Engagement von vielen Ehrenamtlichen in Vereinen und Initiativen trägt maßgeblich zur Sicherung, zum Erhalt, zur Sanierung und Nutzung von Denkmalen bei. Es ist ein zentrales Anliegen des DNK, diese Gemeinschaftsleistungen zu würdigen. Sanierte und belebte Denkmale machen Städte und Dörfer nicht nur attraktiver, etwa für den Kulturtourismus, sondern sind auch von enormer Bedeutung für die regionale Identität und als authentische Orte wichtig für die historisch-kulturelle Bildung. Das Engagement der Bürger unterstützt die Arbeit der Denkmalpfleger und schafft einen lebendigen gesellschaftlichen Dialog über den Umgang mit historischen Werten.“

Weiter würdigte Ministerin Münch das Europäische Kulturerbejahr 2018 als großen Erfolg: „Unter dem Motto ‘SHARING HERITAGE‘ beteiligen sich insgesamt 32 europäische Länder mit einer Vielzahl von Projekten, Veranstaltungen und Aktionen am Kulturerbejahr. Die gemeinsame Kulturgeschichte, der wechselseitige kulturelle Austausch über Jahrhunderte hinweg – sie haben den Kontinent geprägt. Sie haben Europa immer wieder verändert und sowohl großartige, als auch unauffällige Spuren hinterlassen. Mit dem Europäischen Kulturerbejahr zeigen wir auf, dass aus diesen kulturellen Wurzeln starke Netzwerke und Impulse für Europas Zukunft entstehen und sich neue Dimensionen der europäischen Zusammenarbeit und der Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger eröffnen können. Europas Kulturerbe ist für das Projekt Europa ähnlich zentral wie die Wirtschafts-, Finanz- und Sicherheitspolitik. Die Preisverleihung in Straßburg, dieser wunderbaren Stadt mit ihrer großen Geschichte und ihren vielen europäischen Institutionen, unterstreicht den Gedanken des Kulturerbejahres – und ich danke daher unseren französischen Kooperationspartnern aus der Region Grand Est und der Stadt Straßburg besonders herzlich.“

Der Deutsche Preis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung auf seinem Gebiet in Deutschland. Er wird in den vier Kategorien ‘Karl-Friedrich-Schinkel-Ring‘, die ‘Silberne Halbkugel‘, der ‘Journalistenpreis‘ und der ‘Internetpreis‘ vergeben.

Mit dem Karl-Friedrich-Schinkel-Ring werden in diesem Jahr Dr. Jerzy Ilkosz und Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn ausgezeichnet.

Die Silbernen Halbkugeln erhalten der Verein Arbeitskreis für Erdstallforschung (Bayern), der Förderkreis Bahnhof Belvedere (Nordrhein-Westfalen), die Bauhütte Stadtgottesacker (Sachsen-Anhalt), der Freundeskreis Schloss Wildenfels (Sachsen) und der Verein Wassermühle Karoxbostel (Niedersachsen).

Den Journalistenpreis bekommt Kathrin Beck von ZDF Digital, Daniela Lentin und Simone Augustin vom rbb, Till Raether vom Süddeutsche Zeitung Magazin sowie Manfred Kubiak und Arthur Penk von der Heidenheimer Zeitung.

Der Internetpreis geht an Dr. Karin Berkemann, Daniel Bartetzko und Julius C. Reinsberg, das Herausgeberteam von www.moderne-regional.de.
 

 

Pressemitteilung

 

 

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