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05.04.2019

14. Studierendenworkshop in Mecklenburg-Vorpommern

DIE JAHNKAPELLE

2. bis 7. September 2019

Flyer
 

Die Jahn-Kapelle - Vermittlung von Kulturerbe in der Mecklenburgischen Kulturlandschaft

Vermittlung ist der Schlüssel zum Denkmalerhalt. Die Herausforderung, die daraus einzigartig für jedes baukulturelles Erbe erwächst, ist komplex. Sie reicht von den verstorbenen und vergessenen Schöpfern und Nutzern bis zu den zukünftigen Erben von Geschichte. Am Beispiel der Jahn-Kapelle wird die Notwendigkeit der Zukunftsaufgabe Kulturerbe in all ihren Fassetten auf dramatische Weise sichtbar. Verlassen, vergessen, verfallen - nun dabei, wiederbelebt zu werden. Nur eine interdisziplinäre und zeitgemäß internationale/europäische Auseinandersetzung mit dem Denkmal kann für seine Zukunft in einer sich verändernden Gesellschaft eine Grundlage sein. Wir laden Sie ein, Teil dieser Diskussion zu werden.

In vier verschiedenen Arbeitsgruppen werden sich die Studierenden mit den Themen Kunstgeschichte, Architektur, Gartendenkmalpflege, sozialgeschichtlicher Bedeutung und auch mit Nutzungsideen rund um den Gutspark und die Kapelle in Klein Vielen beschäftigen:


Die Jahn-Kapelle und ihre kulturhistorischen Verbindungslinien

Bei der Jahn-Kapelle handelt es sich um einen oktogonalen Baukörper, dessen Ideale bisher noch nicht bekannt sind. In dieser Arbeitsgruppe werden sich die Studierenden mit dem kulturhistorischen Hintergrund der Jahn-Kapelle auseinandersetzen, die innovierte Architektursprache des Mausoleums herausarbeiten, Verbindungen nach Hohenzieritz und mögliche Vorbildern für den Architekturbau erforschen.
 

Die touristische Einbindung der Jahn-Kapelle und des Gutsparkes in die Kulturlandschaft der Mecklenburger Seenplatte

Die Jahn-Kapelle liegt in einer landschaftlich sehr reizvollen Gegend, der mecklenburgischen Seenplatte, nicht weit entfernt vom Nationalpark Müritz. Dieser Nationalpark wird jedes Jahr von sehr vielen Touristen aufgesucht, weshalb eine intensive infrastrukturelle Vernetzung entstanden ist. Trotz dieser Nähe zum Nationalpark ist die Jahn-Kapelle aber nur wenigen bekannt. In dieser Arbeitsgruppe sollen die Möglichkeiten untersucht werden, die Jahn-Kapelle und das Gartendenkmal Gutspark in Klein Vielen in das in Teilen bereits bestehende Tourismuskonzept der Region, der Mecklenburger Seenplatte, besser zu integrieren.
 

Restaurierungsmodelle für den Innenraum der Jahn-Kapelle

Der Innenraum der Jahn-Kapelle präsentiert sich derzeit noch in einem Zustand, der zwar bautechnisch vertretbar ist, allerdings wurde durch die Baubeteiligten noch nicht abschließend geklärt, in welchen Endzustand dieser nun versetzt werden soll. Neben persönlichem Geschmack und individueller Präferenz hängt der weitere restauratorische Ausbau des Innenraums davon ab, wie dieser Raum in Zukunft genutzt werden soll. In dieser Arbeitsgruppe sollen, in Abhängigkeit von verschiedenen Nutzungskonzepten, die diskutiert werden, die unterschiedlichen Methoden des Umganges mit der Denkmalsubstanz analysiert und Konzepte dafür entwickelt werden.
 

Restaurierungsmodelle für den Außenraum an der Jahn-Kapelle

Die historische landschaftliche Einbindung der Jahn-Kapelle ist bis heute nachvollziehbar. Sie steht auf einer ehemals nahezu baumfreien Erhebung, wodurch das Gebäude in eine exponierte Lage gebracht ist. Die sich daraus ergebenden Sichtbeziehungen in die freie Landschaft sind prägend für das Objekt. Allerdings führt die nicht vorhandene Pflege der Landschaft dazu, dass dieses Gestaltungsbild immer mehr verunklärt wird. Eine Störung des Landschaftsbildes u.a. durch Windkraftanlagen wird in diesem Gebiet relevanter werden. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, Konzepte für den Erhalt der landschaftsarchitektonischen Gesamtsituation zu entwickeln.


Ablauf

Der Workshop findet vom 2. bis 7. September 2019 in Klein Vielen und Neubrandenburg statt. Fachleute aus Denkmalpflege, Landschaftsarchitektur und Naturschutz begleiten die Workshop-Arbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Unterkunft und Arbeitsräume werden zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Eine Kostenbeteiligung von 100 Euro wird erhoben. Nach der Begrüßung am Sonntagabend wird am Montag eine Exkursion durch die Kulturlandschaft den Kontext für die vielfältige Auseinandersetzung mit dem Denkmal Jahn-Kapelle vorbereiten. Unterschiedliche Interessenlagen, die auf das Denkmal Einfluss haben, wollen wir in verteilten Rollen diskutieren. Von Dienstag bis Freitag werden sich vier Arbeitsgruppen jeweils einem Fragenkomplex widmen. Diverse Impulsvorträge aus unterschiedlichen Blickwinkeln ergänzen das Programm. Das Abschlusskolloquium am Samstag ist öffentlich. Betreut wird der 14. Workshop des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz durch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern und die Hochschule Neubrandenburg, Lehrstuhl Geschichte der Gartenkunst und Gartendenkmalpflege und Lehrstuhl Landschaftsplanung/ Planung im ländlichen Raum.
 

Das bleibt

Wesentliche Ziele des Workshops sind die verbale und fotografische Bestandsaufnahme, die Entwicklung von Analyse- und Bewertungsmethoden. Darauf aufbauend wollen wir Erhaltungsstrategien erörtern, die der Denkmalsubstanz angemessen sind. Teilnehmende Studierende erhalten durch den Workshop einen Einblick in die vielfältigen, interdisziplinären Aufgaben und Fragen der Denkmalpflege.

Die Ergebnisse werden am 7. September 2019 in einer öffentlichen Veranstaltung an der Hochschule Neubrandenburg präsentiert.

Jede/r Teilnehmer/in erhält eine Urkunde. Für eine erfolgreiche Teilnahme können von den betreuenden Hochschullehrern drei Credit Points bescheinigt werden. Die Arbeitsergebnisse werden veröffentlicht.
 

BEWERBEN!
Bewerben können sich Studierende, die Interesse an Fragen der Denkmalpflege haben und eine Woche miteinander in betreuten Kleingruppen interdisziplinär und praxisbezogen arbeiten möchten. Der Workshop richtet sich vorwiegend an Studierende der Fächer Architektur, Denkmalpflege, Geschichte, Kunstgeschichte, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen sowie Soziologie.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 30. Mai 2019 mit einem kurzen Motivationsschreiben und einem Lebenslauf an:

Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz
bei der Beauftragten der Bundesregierung
für Kultur und Medien (BKM)
angelika.woelfel@bkm.bund.de

Weiterführende Informationen zum Workshop und zur Bewerbung unter: http://www.dnk.de/studentenworkshop

 


 

 

 

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