Aktuelles

03.02.2010

Tagung: Erhaltungsstrategie für die Berliner Mauer. Status - Beispiele - Konzepte

Zur Konservierung der Reste der Berliner Mauer in der Bernauer Straße

25.-26.02.2010
Gedenkstätte Berliner Mauer, Besucherzentrum
Bernauer Straße 119, 13355 Berlin

20 Jahre nach dem Mauerfall befinden sich die Reste der Berliner Grenzanlagen an der Bernauer Straße in einem überwiegend schlechten baulichen Zustand. „Mauerspechte“ und Witterung haben ein großflächiges Schadensbild mit herausgeschlagenen Betonflächen, Rissen und Abplatzungen hinterlassen, so dass der Nachweis der Standsicherheit rechnerisch nicht mehr gewährleistet werden kann. Sämtliche Mauerelemente müssen behutsam ertüchtigt werden, um als Geschichtszeugnisse weiterhin glaubhaft und aussagekräftig zu bleiben.

Ziel der Arbeitstagung sind Grundzüge eines wissenschaftlich fundierten Konservierungskonzepts für die erhaltenen Elemente der einstigen Sperranlagen in der Bernauer Straße. Auf dieser Basis sollen Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden, um die authentischen Grenzanlagen „im Zustand ihrer Überwindung“ zu erhalten und dauerhaft als Bestandteil der Gedenkstätte zu sichern.

Eine Tagung der Stiftung Berliner Mauer mit freundlicher Unterstützung des Landes Berlin.
Konzeption und Koordination: Dr. Axel Klausmeier und Dr. Günter Schlusche

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.
Die Tagung wird simultan in Deutsch und Englisch übersetzt.

Donnerstag, 25. Februar 2010
13 Uhr
Rundgang über das Ausstellungsgelände
15 Uhr
Teil 1: Prinzipien denkmalpflegerischen Handels
Rainer E. Klemke (Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten, Berlin):
Anlass und Ziel der Tagung
Dr. Axel Klausmeier (Stiftung Berliner Mauer):
Zur schwierigen Erhaltung eines unbequemen Denkmals, oder: Wie konservieren wir die Reste der Berliner Mauer an der Bernauer Straße?
Dr. Günter Schlusche (Stiftung Berliner Mauer):
Leitgedanken des Ausstellungs- und Gestaltungskonzepts für die Erweiterung der Gedenkstätte Berliner Mauer
Prof. Dr. Leo Schmidt (Brandenburgische Technische Universität Cottbus):
"..walls that have long been washed by the passing waves of humanity" Denkmalwerte und denkmalpflegerische Leitgedanken bei Ruskin, bei Dehio und heute
16 Uhr Kaffeepause
Prof. Dipl. Ing. Werner Koch (Fachhochschule Potsdam):
Zur Akzeptanz gealterter Architekturoberflächen
Prof. Dr. Rolf P. Gieler (Materials and Technology Consulting, Ingenieur- und Sachverständigenbüro, Fulda):
Betoninstandsetzung nach Regelwerk und Denkmalpflege
Prof. Dr. Volkhard Knigge (Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora):
Vom Zeugniswert der authentischen Substanz für die Gedenkstättenarbeit
Ca. 18.30 Uhr Ende des ersten Tages

Freitag, 26. Februar 2010
9 Uhr
Teil 2: Beispiele aktueller Denkmalpflegekonzeptionen aus England, Frankreich, Berlin und Brandenburg
Andrew Barber (The National Trust, England):
Minimal intervention strategies - Examples for the conservation of National Trust properties
Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper (Technische Universität Berlin):
Conservation as found? Methodische Fragen der Konservierung von Denkmalen der Zeitgeschichte im internationalen Kontext
Philippe Hertel (Regionaldirektion für kulturelle Angelegenheiten, Lille):
Strategien des Denkmalschutzes für Gedenkstätten - Beispiele aus Frankreich
10.30 Uhr Kaffeepause
Julian Harrap, Dip Arch RIBA FSA (Julian Harrap Architects, London):
A Cultural Strategy for the Conservation of Surface Decay: The Neues Museum - The Berlin Wall
Dr. Thomas Drachenberg (Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum),
Sabine Ambrosius (Untere Denkmalschutzbehörde, Potsdam):
Das ehemalige Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Spionageabwehr in Potsdam - Die Konservierung zur Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstrasse
Dipl. Ing. Norbert Heuler (Landesdenkmalamt Berlin):
Methoden der denkmalpflegerischen Behandlung von Resten der Berliner Mauer
12.30 Uhr Mittagspause

14 Uhr
Teil 3: Praktische Berichte zum restauratorischen Umgang mit Stahlbeton
Dipl. Ing. Bernd von Seht (Ingenieurbüro Wetzel & von Seht, Hamburg/ Berlin),
Prof. Dr. Rainer Auberg (WISSBAU GmbH, Essen):
Das Schadensbild der Grenz- und Hinterlandmauer an der Bernauer Straße
Dipl. Ing. Franz Stieglmeier (PICHLER Ingenieure GmbH):
Zum Umgang mit den Schäden der Grenzmauer an der Niederkirchnerstraße
15.15 Uhr Kaffeepause
Dr. Bärbel Arnold (Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum):
Betonsanierung in Brandenburg – Beispiele und Konzepte
Prof. Dipl. Rest. Jörg Freitag (Fachhochschule Potsdam):
Stahl und Beton – Erhaltungsprobleme der unlösbaren Materialkombination unter denkmalpflegerischen Aspekten
Prof. Dr. Jörg Haspel (Landeskonservator, Berlin):
Zusammenfassung
17.30 Uhr Ende der Tagung

Kontakt:
Silke Edler, Bernauer Straße 111, 13355 Berlin,
E-Mail schreiben

Weitere Informationen der Tagung können Sie dem angehängten Flyer der Stiftung Berliner Mauer entnehmen. 

(Quelle: Stiftung Berliner Mauer)