05.03.2010
Tagung: Ausstattung südwestdeutscher Klosterkirchen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
26. - 28. März 2010
Kunsthistorisches Institut der Eberhard-Karls-Universität Tübingen,
Bursagasse 1, 72070 Tübingen
Die Tübinger Tagung widmet sich den Bau- und Ausstattungsvorhaben der reichsfreien Klöster und Stifte des deutschen Südwestens und benachbarter Gebiete seit Mitte des 18. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen Strategien der Kirchenerneuerung zwischen Gegenreformation und Aufklärung, ihre formalästhetische Umsetzung und ihre programmatischen Implikationen.
Diskutiert werden die theologischen Voraussetzungen sakraler Freskenaufträge des fortgeschrittenen 18. Jahrhunderts, historisierende Verfahren im Zusammenhang mit der Vergegenwärtigung von Ordensgeschichte und die Rekontextualisierung überkommener Artefakte. Vor allem soll dabei die Frage nach der Bewertbarkeit einer neuartigen Sensibilität gegenüber historischen Überlieferungen im Mittelpunkt stehen. Verweisen Begriffe wie renovatio oder secunda fundatio im Zusammenhang mit den Erneuerungen schon allein auf ein sich historisch definierendes Selbstverständnis der klösterlichen Gemeinschaften im 18. Jahrhundert, oder läßt die Entscheidung für stilistische Innovationen in den Ausstattungsprogrammen, die mit der Sichtbarmachung von historischer Überlieferung verbunden waren, Rückschlüsse auf dezidiert aufklärerische Tendenzen im intellektuellen Milieu der jeweiligen Klöster zu.
(Quelle: ArtHist)
