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06.07.2010

Bremer Denkmalpflegepreis ausgelobt

In Bremen gibt es rund 1.600 Baudenkmäler. So viele verzeichnet die Datenbank des Landesamtes für Denkmalpflege, die 2004 eingerichtet wurde. Und es werden laufend mehr, denn die Wertschätzung älterer Immobilien und das Engagement für historische Bausubstanz wachsen. Um das Bewusstsein für Denkmäler als Kulturgut und als Standortfaktor zu schärfen, wird es in der Hansestadt künftig einen "Bremer Denkmalpflegepreis" geben. Er wird in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobt. "Der Preis zeichnet besonders engagierte Leistungen zur Erhaltung und Pflege von Baudenkmälern in Bremen und Bremerhaven aus", sagte Landesdenkmalpfleger Professor Dr. Georg Skalecki. Besonders gelungene Baumaßnahmen sollen in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt werden.

Die Initiatoren und die Partner
Das Landesamt für Denkmalpflege Bremen und die Aufbaugemeinschaft Bremen haben gemeinsam die Initiative ergriffen und einen entsprechenden Wettbewerb ins Leben gerufen. Unterstützt werden sie dabei von vier Kooperationspartnern, das sind die Architektenkammer Bremen, die Handelskammer Bremen, die Handwerkskammer Bremen und die IHK Bremerhaven. Mit dabei als Medienpartner sind auch der Weser-Kurier und die Nordsee-Zeitung. Die Schirmherrschaft hat der Präsident des Senats Bürgermeister Jens Böhrnsen übernommen.

Der Wettbewerb richtet sich an private und öffentliche Bauherren, an Handwerksunternehmen, Architektur- und Ingenieurbüros sowie an Vereine und ehrenamtlich Tätige. Ausgezeichnet werden können Denkmäler aller Art, sei es nun ein Einzelobjekt oder ein ganzes Ensemble bzw. eine Anlage. Es kann ein Gartendenkmal oder ein technisches Denkmal sein, das in den vergangenen vier Jahren restauriert wurde. Ebenso in Frage kommen bewegliche Denkmäler, also denkmalgeschützte Schiffe zum Beispiel.

Für die Teilnahme am Wettbewerb ist ein ausgefüllter Anmeldebogen, der auch beim Landesamt für Denkmalpflege angefordert werden kann, erforderlich.

Preiskategorien und Preise
Der Bremer Denkmalpflegepreis wird in drei Kategorien verliehen. Geehrt werden zum einen an der Bauausführung beteiligte Handwerker, Architekten oder Ingenieure und zum zweiten die Bauherren. Ein dritter Preis soll das ehrenamtliche Engagement würdigen, sei es von Einzelpersonen, Vereinen oder Einrichtungen. Die Preise bestehen aus einer Urkunde und einer Plakette, die am Denkmal angebracht werden kann; die Preisgelder belaufen sich auf insgesamt 3.000 Euro. Die beteiligten Medien werden zudem noch einen mit 2.500 Euro dotierten Sonderpreis vergeben.

Einsendeschluss ist der 1. September. Eine Jury mit Vertretern der Initiatoren und Kooperations- bzw. Medienpartner sowie dem Senatsbaudirektor Franz-Josef Höing und – als auswärtigen Experten – Professor Dr. Udo Mainzer vom Rheinischen Amt für Denkmalpflege wird die Beiträge bewerten und in Augenschein nehmen. Die Preisverleihung findet am 17. November im Bremer Rathaus statt.

Flyer zum Bremer Denkmalpflegepreis (PDF)

(Quelle: Landesamt für Denkmalpflege Bremen)

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