Aktuelles

02.08.2010

Verleihung des Deutschen Preises für Denkmalschutz am 08. November 2010 in Kiel

Das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz verleiht in diesem Jahr 10 Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes verdient gemacht haben, den Deutschen Preis für Denkmalschutz.

Der Deutsche Preis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland.

Es können verliehen werden: Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring (geschaffen von Professor Hermann Jünger, München), die Silberne Halbkugel (geschaffen von Professor Fritz Koenig, Landshut) und der Journalistenpreis.
  

Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring wird in diesem Jahr nicht vergeben.

Die Silberne Halbkugel erhalten:

Stromer`sche Kulturgut-, Denkmal und Naturstiftung, Erlangen
Dr. Eckhard Herrel, Vorsitzender der Ernst-May-Gesellschaft e.V., Frankfurt a.M.
Förderverein Stahlmuseum Brandenburg a.d. Havel e.V.
Initiative Beethovenhalle, c/o Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn
Harm Paulsen, Schleswig


Die Journalistenpreise gehen an:

Dennis Wagner, Mitteldeutscher Rundfunk, Leipzig
Katrin Vetters, Südwestrundfunk, Mainz
Stefanie Müller-Frank, Deutschlandradio Kultur, Berlin
Frank Kallensee, Märkische Allgemeine, Potsdam
Werner Kurz, Hanauer Anzeiger


Die Preise werden am 08. November 2010 im Alten Schloss in Kiel übergeben.

Zusammenfassende Begründungen für die diesjährige Vergabe der Preise sind dieser Information beigefügt.

Zur Preisverleihung am 08. November 2010, 14.30 Uhr, im Kieler Schloss ist die Presse herzlich eingeladen. Die Geschäftsstelle bittet um vorherige Anmeldung und Akkreditierung.


Belegexemplar erbeten an:

Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz
bei dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien,
Graurheindorfer Str. 198, 53117 Bonn
per E-Mail


Kurzbegründungen für die Verleihung des Deutschen Preises für Denkmalschutz 2010

Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring wird in diesem Jahr nicht vergeben.

Die Silberne Halbkugel erhalten:

Stromer´sche Kulturgut-, Denkmal- und Natur-Stiftung, Erlangen, für das zivilgesellschaftliche und mäzenatische Engagement der Familie Stromer und besonders der Administratorin der Stromer’schen Stiftung, Rotraut von Stromer-Baumbauer, sowie für den vorbildlichen Erhalt, die öffentliche Zugänglichkeit und die Kulturprogramme auf Schloss Grünsberg.

Dr. Eckhard Herrel, Vorsitzender Ernst-May-Gesellschaft, Frankfurt, für seinen unermüdlichen Einsatz bei der denkmalgerechten Erhaltung und Dokumentation der häufig noch ungeliebten modernen Architektur des Neuen Frankfurt. Seinem vorbildlichen Engagement ist es zu verdanken, dass das Werk Ernst Mays entsprechend seiner internationalen Bedeutung erfahrbar gemacht wird.

Förderverein Stahlmuseum Brandenburg an der Havel e.V., für sein überragendes ehrenamtliches Engagement bei der Erhaltung eines bedeutenden Teils des Brandenburger Stahlwerks als authentisches Zeugnis ostdeutscher Industriegeschichte. Nach zähen Auseinandersetzungen mit Eigentümern, Investoren und Verwaltern betreibt der Verein in lebendiger und kreativer Weise nun ein erfolgreiches Museum.

Initiative Beethovenhalle, Bonn, für ihren großen Einsatz und ihre Phantasie zur Rettung eines Denkmals der 1950er Jahre. Durch zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktivitäten hat die studentische Initiative in vorbildlicher Weise die baukünstlerische und denkmalwürdige Bedeutung der Bonner Beethovenhalle einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein gebracht.

Harm Paulsen, Schleswig, für sein hervorragendes, Jahrzehnte andauerndes ehrenamtliches Engagement, seinen hohen persönlichen Einsatz als Vorreiter der Experimentalarchäologie in Deutschland, populärer Vermittler archäologischer Forschungsergebnisse in der Öffentlichkeit und fundierter Mittler zwischen Praxis und Wissenschaft.
 

Den Journalistenpreis erhalten:

Dennis Wagner, Autor Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), für seinen herausragenden Magazinbeitrag anlässlich des zwanzigjährigen Mauerfalls „Hötensleben – ein Dorf und ‚seine‘ Mauer“ (Sendereihe „artour“ des MDR). Dem Autor gelingt es als stilsicherer Reporter ein wahrhaft sperriges Denkmal lebendig ins Bild zu setzen. Besonders sein unangestrengter, stellenweise humorvoll-ironischer Kommentartext beweist die hohe filmische Qualität dieses deutsch-deutschen Jubiläumsbeitrags.

Katrin Vetters, Autorin Südwestdeutscher Rundfunk (SWR) Mainz, für Ihre als vorbildliche Initiative zu wertende Reihe „Denkmal zu verkaufen“ (SWR Landesschau Rheinland-Pfalz). Mit ihrer auf der Bild- wie der Tonebene sorgfältig gestalteten kleinen Serie gelingt es ihr unaufdringlich, ganz nebenher in einem unüblichem Programmumfeld einen Einblick in die Arbeit, den Sinn und Nutzen staatlicher Denkmalpflege, aber auch eine Ahnung von der Bedeutung des baulichen Erbes insgesamt und ein Stückchen Stil- und Heimatkunde zu vermitteln.

Stefanie Müller-Frank, Autorin beim Deutschlandradio Kultur, Berlin, für Ihre herausragende Hörfunk-Reportage „Wohnen im Denkmal – die Siedlungen der Berliner Moderne“, in der sie sich in einfühlsamen Portraits der Frage widmet, wie sich Denkmalpflege und Alltag miteinander verbinden lassen und damit ein Bewusstsein für die großen Themen des Denkmalschutzes schafft. Auf positive, leichte Art vermittelt Stefanie Müller-Frank: Leben im Denkmal – es ist auch viel Arbeit.

Frank Kallensee, Redakteur Märkische Allgemeine, Potsdam, für seine beeindruckend lebendige, abwechslungs- und einfallsreiche, aber auch kritische Berichterstattung denkmalpflegerischer Themen. Mit seiner journalistischen Arbeit trägt Frank Kallensee in vorbildlicher Weise dazu bei, Verständnis und Interesse für die Belange von Denkmalschutz und Denkmalpflege in der breiten Öffentlichkeit zu vergrößern.

Werner Kurz, Freier Journalist beim Hanauer Anzeiger, für sein mehr als 25jähriges publizistisches Engagement. Mit seiner fachkundigen kontinuierlichen Information zu denkmalpflegerischen Themen sensibilisiert er die Leser nicht nur für die geschichtlichen Zusammenhänge, sondern trägt wesentlich dazu bei, sie für den Erhalt von Kulturdenkmälern zu gewinnen. Neben seiner journalistischen Arbeit engagiert Kurz sich ehrenamtlich für die Denkmalpflege in Vereinen und Arbeitsausschüssen.

 

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