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12.12.2017

"Historische Keller" sind Kulturdenkmal des Jahres 2018

Der Bund Heimat und Umwelt (BHU) hat für 2018 „Historische Keller“ als Kulturdenkmal des Jahres gewählt. Als Bundesverband der Bürger- und Heimatvereine, der mit seinen Landesverbänden die Interessen von rund einer halben Million Bürgerinnen und Bürgern vertritt, möchte der BHU mit dieser Jahresaktion auf bemerkenswerte, aber oft gefährdete Kulturlandschaftselemente aufmerksam machen: Keller sind dafür ein gutes Beispiel, wie der jetzt erschienene Flyer und der Wandkalender 2018 des BHU erläutern.

Keller wurden meist mit großem Aufwand erbaut und häufig nicht nur funktional, sondern auch dem Zeitgeschmack entsprechend gestaltet. Ihr Erbauen erforderte viel Fachwissen, damit die Bauten stabil und lange erhalten blieben. Keller erfüllten im Laufe der Zeit ganz unterschiedliche Funktionen. So dienten sie häufig zur Herstellung und Kühlung von Lebensmitteln, wie der Eiskeller in Blomberg (NRW) oder der Gewölbekeller der Actien-Brauerei in Kiel. Keller unter Kirchen und Katakomben wurden für die Bestattung der Toten angelegt. Darüber hinaus hatten sie auch eine Schutzfunktion in Form von Bunkern und Luftschutzkellern. Bei all diesen Kellern kann es sich sowohl um eher kleine, private Einrichtungen als auch um große, öffentlich oder industriell genutzte Anlagen handeln.
„Historische Keller sind als gefährdete Kulturdenkmäler einzustufen. Ihr ursprünglicher Nutzungszweck entfällt meist, da es moderne Kühltechniken gibt. Oft fehlen die Mittel für die Instandsetzung und Erhaltung“, so Dr. Herlind Gundelach, Präsidentin des BHU. Sie sind oberirdisch nicht sichtbar, verschwinden so aus der Erinnerung der Menschen und verfallen. Keller sind zudem auch durch physische Gegebenheiten besonders gefährdet. Sie können durch den unterirdischen Druck, durch die Bodenbeschaffenheit und durch das Grundwasser zerstört werden. Dadurch ist die Erhaltung und Restaurierung bei diesen Denkmälern besonders kostenintensiv. Oft ist eine Umnutzung die einzige Möglichkeit, historische Keller zu erhalten. Sie werden u.a. für die Gastronomie, zur Lagerung, als Eventraum, als Museum (so wie der Marktkeller in Wiesbaden) oder sogar als Hotel genutzt.
Historische Keller stellen einen erhaltenswerten Teil unseres kulturellen Erbes dar. Durch die Arbeit zahlreicher ehrenamtlicher Vereine und Privatpersonen mit Patenschaften, Öffentlichkeitsarbeit und Erhaltungsmaßnahmen kann dieses Erbe bewahrt werden. Der BHU ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, zur Pflege und Vermittlung des Kulturerbes von Kellern beizutragen. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, sprechen Sie uns gerne an. Das Faltblatt „Kulturdenkmal des Jahres 2018: Historische Keller“ kann kostenlos beim BHU bestellt werden, den Wandkalender in A1 erhalten Sie gegen eine Unkostenpauschale in Höhe von 1,00 Euro zzgl. Versandkosten.

Die Aktion „Kulturdenkmal des Jahres 2018: Historische Keller“ wird gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Pressemeldung
Programm
 

(Quelle: Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU), Bonn)

 

 

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