Aktuelles

Band 79

Synagogengarten Worms - Mittelalterliches Jüdisches Zentrum

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Dokumentation des 5. Studentenworkshops des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz vom 12. bis zum 18. September 2010 in Worms

Der Workshop beschäftigte sich mit einem der bedeutendsten jüdischen Zentren des Mittelalters: dem Jüdischen Viertel in Worms. Die älteste Synagoge ist für das Jahr 1034 überliefert. Eine Jeschiwa (Talmudhochschule) wurde wohl um 1050 begründet. Zu den gemeindlichen Institutionen im Mittelalter zählten weiterhin Backhaus, Tanzhaus, Armenwesen (Spital), Ritualbad (Mikwe) und Friedhof. Die Gebäude lagen im näheren Umfeld der Synagoge (heute Synagogengarten); der Friedhof außerhalb der Stadtmauern.

Die Studierenden erarbeiteten vor dem Hintergrund des Antrags der Städte Worms, Mainz und Speyer zur Aufnahme des jüdischen Erbes der SchUM-Stätten in die UNESCO-Welterbeliste konkrete Handlungsoptionen für eine Revitalisierung des Areals. Diese reichen von einer Konzeption zur Erschließung des Jüdischen Worms über eine Betrachtung der städtebaulichen Situation des Judenviertels bis zu konkreten Überlegungen zur Verbesserung der musealen Präsentation des jüdischen Erbes. Ferner wurden Strategieen zur Einbeziehung des baulichen jüdischen Erbes in den Kulturtourismus der Stadt entwickelt.

Betreut wurde der Workshop des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz durch die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesdenkmalpflege, die Technische Universität Kaiserslautern sowie die Stadt Worms.

68 Seiten, zahlreiche Abb.

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