Aktuelles

11.11.2011

Verleihung des Deutschen Preises für Denkmalschutz am 14. November 2011 in Cottbus

Das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz verleiht in diesem Jahr 10 Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes verdient gemacht haben, den Deutschen Preis für Denkmalschutz.

Der Deutsche Preis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland.

Es können verliehen werden: Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring (geschaffen von Professor Hermann Jünger, München), die Silberne Halbkugel (geschaffen von Professor Fritz Koenig, Landshut) und der Journalistenpreis.

Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring wird in diesem Jahr nicht vergeben.

Die Silberne Halbkugel erhalten:
Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft e.G. (EWG), Eisenhüttenstadt
Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V., München
Mühlenverein im Kreis Minden-Lübbecke e.V., Minden
Erika Friderichs, Mainzer Denkmalnetzwerk (MDN), Mainz
Verein „HausHalten e.V.“, Leipzig
Freundes- und Förderkreis des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf e.V., Hamburg
Nikolaus Bernau, Berliner Zeitung

Die Journalistenpreise gehen an:
Sybille Krafft, Bayerischer Rundfunk
Ralf Raimo Jung, WDR Köln
Redaktionsteam „Winnender Zeitung“, Zeitungsverlag Waiblingen

Die Preise werden am 14. November 2011 im Staatstheater Cottbus übergeben durch die Vizepräsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, übergeben.

Zusammenfassende Begründungen für die diesjährige Vergabe der Preise sind dieser Information beigefügt.

Zur Preisverleihung am 14. November 2011, 14.30 Uhr, Staatstheater Cottbus, ist die Presse herzlich eingeladen. Die Geschäftsstelle bittet um vorherige Anmeldung und Akkreditierung.

Belegexemplar erbeten an:
Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz
bei dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien,
Graurheindorfer Str. 198, 53117 Bonn
per E-Mail

Kurzbegründungen für die Verleihung des Deutschen Preises für Denkmalschutz 2011

Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring wird in diesem Jahr nicht vergeben.

Die Silberne Halbkugel erhalten:
Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft e.G. (EWG), für ihre risikofreudige Rettung und Umnutzung eines für den Ort – der ersten sozialistischen Planstadt der DDR – wichtigen und identitätsstiftenden Bauwerks in einer strukturschwachen Region, das weiterhin einer gewissen öffentlichen Nutzung unterliegt und mit der Wiedergewinnung der Gaststätte allgemein zugänglich ist.

Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V., für ihr 30-jähriges kritisches bürgerschaftliches Engagement in der Archäologie und Bodendenkmalpflege. Mit ihren vielfältigen fachlichen und politischen Leistungen ist die mittlerweile starke Bürgerbewegung eine unverzichtbare Unterstützung der staatlichen archäologischen Denkmalpflege in Deutschland.

Mühlenverein im Kreis Minden-Lübbecke e.V., für sein über 30 Jahre dauerndes großes Engagement zur Erhaltung und Vermittlung gebauter Mühlen-Geschichte in Minden-Lübbecke. Das ungewöhnlich aktive und vielschichtige ehrenamtliche Engagement des Vereins, das u.a. zur Gründung des Dachvereins Deutscher Mühlen geführt hat, ist ein herausragendes Beispiel für aktive Denkmalpflege.

Erika Friderichs, Mainzer Denkmalnetzwerk (MDN), für Ihre Mut machende Initiative und ansteckende Begeisterungsfähigkeit bei der Einwerbung von Fördergeldern zur Instandsetzung von stadtgeschichtlich bedeutenden Denkmälern. Ihre einfallsreichen und nachahmenswerten Aktionen haben zu einer verbesserten Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden bei der Erhaltung und Vermittlung von Denkmälern in Mainz geführt.

Verein „HausHalten e.V.“, für sein unkonventionelles, Beispiel gebendes Engagement zur Rettung und kreativen Nutzung leer stehender und schwer vermittelbarer Denkmäler. HausHalten e.V. hat sich in Leipzig als eine feste Größe und als ein verlässlicher Partner etabliert – eine große Idee mit bundesweiter Ausstrahlung.

Freundes- und Förderkreis des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf e.V., für sein erfolgreiches, langjähriges Wirken und seinen unermüdlichen Einsatz zur Rettung der substanzbedrohten denkmalgeschützten Gebäude des Eppendorfer Universitätsklinikums. Der Verein leistet lebendige und kreative Museumsarbeit zur Vermittlung der europäischen Krankenhausgeschichte am konkreten Ort.

Nikolaus Bernau (Berliner Zeitung), für seine kontinuierliche und zwei Jahrzehnte dauernde konstruktive kritische Auseinandersetzung mit und Berichterstattung zu Themen des Denkmalschutzes. Seine äußerst sachkundigen und hintergründigen Antworten auf aktuelle Fragen sowie seien deutliche Positionierung zur politischen Dimension des Denkmalschutzes lösen bundesweit Debatten aus, die Beispiel gebend sind.

Den Journalistenpreis erhalten:
Sybille Krafft, Autorin, Bayerischer Rundfunk, für ihren einfühlsamen Fernsehbeitrag „Burggeschichten – Leben mit dem Denkmal“, in dem es ihr durch sehr persönliche Begegnungen gelingt, die vorbildlichen Anstrengungen der Burgbesitzer bei der Sanierung und Restaurierung ihrer Baudenkmäler zu schildern und damit ein Bewusstsein für den Denkmalschutz zu fördern.

Ralf Raimo Jung, Autor, WDR Köln, für seinen kompetenten und überzeugenden Beitrag „Altbaudämmung“ aus der Sendereihe ‚Ratgeber Bauen + Wohnen‘, in dem es ihm mit praxisnahen und alternativen Beispielen gelingt aufzuzeigen, dass Denkmalschutz und Klimaschutz zusammen gedacht werden müssen und können.

Redaktionsteam „Winnender Zeitung“, für ihre bürgernahe, kompetente und anschauliche Serie „Hallo, altes Haus“, mit der sie in sehr lebendig geschriebenen, facettenreichen Artikeln das Interesse an lokalen Baudenkmälern wecken und das Bewusstsein für ihre Bedeutung schärfen. Der beispielhaften Initiative sind viele Nachahmer zu wünschen.

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