Werner Rudolf Kurz

Hanau, Deutscher Friedhof © Werner Rudolf Kurz

2010 Journalistenpreis

Werner Rudolf Kurz

Freier Journalist beim Hanauer Anzeiger

Werner Rudolf Kurz, seit 1981 Redakteur beim „Hanauer Anzeiger“ und ab 2000 als freier Journalist überwiegend für diese Regionalzeitung tätig, hat vielfach die Behandlung historischer Themen und die Kulturberichterstattung, besonders aber die Denkmalpflege zu seinem Arbeitsschwerpunkt gemacht. Dabei geht es ihm um eine kontinuierliche Information der Leserschaft, denn er will diese für geschichtliche Zusammenhänge sensibilisieren und so für den Erhalt von Kulturdenkmälern gewinnen.

Seit 1998 veröffentlicht er in den Wochenendausgaben der Zeitung in regelmäßiger Folge ganzseitige Artikel zu Themen der regionalen und lokalen Geschichte und Kulturgeschichte. Er greift dabei Themen aus Denkmalschutz und Denkmalpflege auf, so etwa in Beiträgen zur Kuranlage Wilhelmsbad, zur Sanierung des Hanauer Stadtteils Alt-Kesselstadt, zu Baudenkmälern in Hanau aus den 1920er Jahren, zu historischen Empfangsgebäuden von Bahnhöfen und zur Rettung der „Määkuh“, einem historischen Kettendampfer, der auf dem Main verkehrte.

Ergänzt wird die journalistische Arbeit von Werner Rudolf Kurz zu Themen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege durch seine fachkundigen Vorträge in der Volkshochschule Hanau und in Geschichts- und Heimatvereinen in Hanau und Umgebung. Zudem betätigt sich der Journalist seit rund 30 Jahren ehrenamtlich in vielfältiger Weise in fachlich ausgerichteten Arbeitsausschüssen des Hanauer Geschichtsvereins 1844 e.V. und in der Arbeitsgemeinschaft Hanauer Militärgeschichte.

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz würdigt das mehr als 25jährige publizistische Engagement von Werner Rudolf Kurz für den Denkmalschutz und dessen aktive Rolle in der regionalen Denkmalpflege im Raum Hanau mit einem Journalistenpreis.
 

Lebenslauf
*1948 in Bamberg, Studium Anglistik und Kunstgeschichte. Übersetzer in Verlag und Ingenieurbüro, Volontariat beim „Hanauer Anzeiger“; seit 1981 Redakteur, Schwerpunkt Kulturberichterstattung; seit 2000 freier Journalist.

Ein Schwerpunkt meiner journalistischen Tätigkeit beim Hanauer Anzeiger ist neben dem Tagesgeschäft der Kulturberichterstattung die Behandlung historischer Themen. Denn: Hanau gehört zu den im Zweiten Weltkrieg am meisten zerstörten Städten Deutschlands. Was die alliierten Bomber von einer 650jährigen vielschichtigen Stadtentwicklung übriggelassen hatten wurde teilweise in den unmittelbaren Nachkriegsjahren im Zuge des Wiederaufbaus beseitigt, teilweise aber auch in den 1970er Jahren, als die städtischen Strukturen längst wieder hergestellt waren, einer optimalen Grundstücksverwertung geopfert.

Für den Lokaljournalisten stellt sich hier die nicht immer einfache Aufgabe, über Stadtentwicklung zu berichten und sie zugleich kritisch zu begleiten. Stadtentwicklung geschieht nicht um ihrer selbst willen und hat genau deshalb zu allererst für die hier lebenden Menschen vor dem Hintergrund ihrer Geschichte stattzufinden. Und nur eine kritische und informierte Öffentlichkeit kann hier ein Gegengewicht zur Planung am „grünen Tisch“ bilden. Dem fühlen sich Verlag und Chefredaktion des 1725 gegründeten Hanauer Anzeigers, meines hauptsächlichen Publikationsforums, seit jeher verpflichtet.

Es galt in Hanau im konkreten Fall nicht nur das zu bewahren, was von der „bürgerlichen“ Stadt erhalten geblieben war, also z.B. den Deutschen Friedhof, sondern auch die wenigen Baudokumente eines wichtigen Industriestandort, eines überregionalen Verkehrsknotenpunkts und eines bedeutenden Militärstandortes.

Mitgliedschaften:
Archäologische Gesellschaft in Hessen e.V.; Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V.; Hanauer Geschichtsverein von 1844 e.V.; Verein Graf Philipp Ludwig von Hanau e.V.

 

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