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11.12.2017

Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz beschließt Appell zu beruflichen Perspektiven in der Denkmalpflege

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat auf seiner Jahrestagung am 13. November 2017 in Basel den Appell „Berufliche Perspektiven in der Denkmalpflege stärken und vermitteln“ beschlossen. Der Appell fordert Politik, Verbände und Zivilgesellschaft aus Anlass des bevorstehenden Europäischen Kulturerbejahres auf, den Nutzen von Denkmalpflege zukünftig verstärkt auch Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bewusst zu machen. Hintergrund ist die besorgte Wahrnehmung, dass den vielfältigen Berufsdisziplinen der Denkmalpflege der erforderliche qualifizierte Nachwuchs teilweise bereits fehlt oder in den kommenden Jahres auszugehen droht.

Die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Brandenburgs Kulturministerin Dr. Martina Münch, betont die aktuelle Bedeutung des Appells: „Die Sensibilisieung junger Menschen für unser kulturelles Erbe ist eine wichtige Aufgabe, nicht zuletzt zur Förderung der Identifikation mit unserer europäischen Geschichte. Mit dem Appell wollen wir erreichen, dass jungen Menschen die vielfältigen beruflichen Chancen im Bereich der Denkmalpflege bewusster werden.“

Wesentliche Punkte des Appells sind:
• In den Lehrplänen ist ein angemessener Fokus auf das bauliche, archäologische und künstlerische Kulturerbe zu legen.
• Der Dialog zur Verbesserung der Bewusstseinsbildung bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen soll fortgeführt werden.
• Die sehr guten wirtschaftlichen Chancen des Handwerks in der Denkmalpflege sollen bereits in den allgemein bildenden Schulen kommuniziert werden.
Postgraduale Denkmalpflege-Qualifizierungsangebote nach einem grundständigen Fachstudium bleiben unverzichtbar.
• Bei der Ausschreibung und Besetzung von Stellen sind berufliche Qualifikationen und Erfahrungen verständlich zu kommunizieren und angemessen zu berücksichtigen.
• Die Nutzung von Angeboten der beruflichen Weiterqualifizierung ist zu ermöglichen.

 

Hintergrund

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz wurde 1973 gegründet. Seit März 2016 ist Brandenburgs Kulturministerin Dr. Martina Münch Präsidentin des Komitees. Im Nationalkomitee arbeiten Bund, Länder, Gemeinden, Kirchen, Fachorganisationen, Vereine und private Bürgerinitiativen zusammen und setzen sich für die Belange des Denkmalschutzes, der Baudenkmalpflege und der archäologischen und erdgeschichtlichen Denkmalpflege ein.

Das Europäische Kulturerbejahr 2018 unter dem Motto ‘SHARING HERITAGE‘ geht auf eine Initiative des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zurück. Die digitale Plattform sharingheritage.de ist die zentrale Anlaufstelle für alle Aktivitäten rund um das Kulturerbejahr.

Weitere Informationen:
www.dnk.de
www.sharingheritage.de


Pressekontakt:
Herr Dr. Christoph Rauhut
Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz
bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien – K54
christoph.rauhut@bkm.bund.de
030 32091-775
 

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